Die G-Saite hat es immer in sich: Eigentlich sollte sie wie bei einem
Akustiksatz umsponnen sein, nur so klingt es richtig sauber. Jedoch kann man
dann nicht mehr so weit ziehen. Und sie klingt recht leise.
Dieses Problem kann natürlich auch ein Richard Rider nicht aus der Welt
schaffen, denn die Physik lässt sich nicht außer Kraft setzen. Aber man kann
diese Nebeneffekte abschwächen, so daß sie nicht mehr allzu sehr ins Gewicht
fallen.
Entscheidende Vorteile:
Die Vorteile der umsponnenen G-Saite sind jedoch enorm: Die Akkorde stimmen
nicht nur viel genauer, sie blühen regelrecht auf und strahlen! Wenn jemand also
nicht den ganzen Abend lang nur und ausschließlich ein Solo nach dem anderen
spielt, dann sollte er oder sie den Versuch wagen und einen dieser Sätze mal
aufziehen.
Ganz schnell bemerkt man, daß die Physik in diesem Fall nicht hinderlich ist,
sondern hilft: Dem Ton, der Tonhöhe und dem Gesamtbild.
Natürlich muß man die Oktavreinheit der G neu einstellen, aber diese zwei
Minuten sind sinnvoll investierte Zeit.
Dickere Sätze:
Hier ist es sowieso klar, da gibt es gar keine Alternative. Rider geht auf
die "alten" Stärken wieder ein, so wie sie damals in den Fünfzigern und
Sechzigern verwendet wurde, als Nickel noch wirklich Nickel war. Klassische
"Medium", "Heavy" und "Very-Heavy" Sätze! Männer-Saiten eben ;-)
Solid Nickel anstatt nur vernickelt:
Rider verwendet eine massive Nickel-Umspinnung. Dadurch wird die Saite
haltbarer und klingt länger klar und brillant. Normalerweise sind Saiten eine
halbe Stunde so richtig hell, dann drei, vier Stunden ok, und danach werden sie
leiser, dumpf und klingen verstimmt.
Bei Ridersaiten hat man viele Stunden lang den richtig frischen Ton. Und
selbst nach einer Woche intensiven Spielens ist ein Satz noch durchaus für einen
Gig zu gebrauchen.
Fertigung:
Richard Rider stellt seine Saiten in handwerklicher Fertigung her. Jede
einzelne Saite wird einzeln mehrfach geprüft. Jede Saite wird erst dann
gefertigt, wenn eine Bestellung vorliegt. Nichts geht über Großhändler oder
Exporteure, nichts wird zwischengelagert, so ist Korrosion ziemlich
ausgeschlossen. Die Testergenisse
sprechen für sich!
Ton:
Die Akkorde sind ein Traum! Sie strahlen richtig! Das Spektrum ist komplett
da! Und endlich stimmen die Dur-Akkorde wieder!
Im Gesamt-Ton wie alle Rider: Trocken, klar und vor allem genau. Wer
tonnenweise knallige Höhen sucht, liegt mit reinen Nickel-Saiten total falsch.
Wer jedoch schöne Brillanzen möchte, die auch etwas länger als eine halbe Stunde
zu hören sind, der ist bei Rider richtig. Und mit den Special-Rider ist man
sogar im Brillanzen-Himmel...
Preis:
Der Alte sagt, daß seine Saiten preisgünstiger seinen als alle anderen
Billigsaiten. Das stimmt auch, wenn man die Nutzungsdauer rechnet.
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